Selbstwirksamkeitstheorie

Die Theorie der Selbstwirksamkeit geht auf den bekannten Psychologen Albert Bandura zurück, der durch seine Theorie des sozialen Lernens bzw. des Beobachtungslernen praktisch in allen renommierten Lehrbüchern zitiert wird.
Selbstwirksamkeit bedeutet, dass jede Person (sowohl Erwachsene als auch Kinder) Informationen über sich gespeichert haben, wir wirksam sie in ihren Handlungen sind.
Selbstwirksamkeit (self-efficacy) ist die individuell unterschiedlich ausgeprägte Erwartung, dass man in bestimmten Situationen Leistungen erbringen kann (vgl. Zimbardo/Gerrig 2004, S. 628). Verwendet man ein Kontinuum für Selbstwirksamkeitserwartungen so steht an einem Ende des Kontinuums der Pol „Wirkungslos/das schaffe ich nicht“ und am anderen Ende „das schaffe ich“.
Das eine Ende des Kontinuums ist auch als Theorie der erlernten Hilflosigkeit (Seligman) bekannt geworden (der mittlerweile aber vom Saulus zum Paulus geworden ist und sich mit erlernten Optimismus beschäftigt). Seligman hat in zahlreichen Arbeiten und Experimenten nachgewiesen, dass das häufige Erleben von Hilflosigkeit und Wirkungslosigkeit z.B. in überfordernden Situationen dazu führt, dass die betroffene Person sich auch hilf- und wirkungslos fühlt, obwohl Handlungsmöglichkeiten vorhanden sind. Dementsprechend wird nichts getan, denn es hat „eh alles keines Sinn“.
Personen mit hoher Selbstwirksamkeitserwartung hingegen haben oft erlebt, dass das was sie tun (z.B. neue Aufgaben lösen) zur erwünschten Wirkung und zu einem konkreten Ergebnis führt, d.h. dass es funktioniert.
Genau auf diesem Hintergrund beruht das Prinzip „Kleiner machen“ des Potenzialfokus. Die Erfahrung der Wirkungslosigkeit ist meist mit zu großen Schritten bzw. zu hohen Zielen verbunden. In der Terminologie des Potenzialfokus bedeutet dies, dass die möglichen Zukünfte zu grosse Unterschiede aufweisen (siehe Menü "finale Zukunftskonzepte"). Werden Lern- und Entwicklungsschritte möglichst klein gemacht, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Schritt funktioniert und damit die Erfahrung der Selbstwirksamkeit gemacht wird. Eine Vielzahl von solchen Erfahrungen führt somit eher zu einer Einstellung, dass ich „schaffe, was ich erreichen will“.

Eine wichtige Komponente für das Entwickeln von Potenzialen.

Filmsteifen Potenzialfokus