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Früher war alles schlechter

Das vergangene Jahr 2017 wird in den Medien gerne als "annus horribilis" bezeichnet. Kriege toben weltweit, Flüchtlingsströme überfluten die Welt, die Einkommensunterschiede werden immer größer, Terrorismus breitet sich aus und vieles anderes mehr. Der Eindruck entsteht durchaus zurecht, wenn man sich von den Medien im Alltag leiten läßt.

 

Und da ist es dann natürlich naheliegend, dass man immer wieder die Aussage hört: "Früher war alles besser".

 

Doch gibt es da auch andere Argumente, die die genannte Aussage in einem anderen Licht erscheinen lassen: "Früher war alles schlechter" (was jedoch zu Ende dieses Textes noch relativiert werden soll).

 

 

Das vergangene Jahr 2017 wird in den Medien gerne als "annus horribilis" bezeichnet. Kriege toben weltweit, Flüchtlingsströme überfluten die Welt, die Einkommensunterschiede werden immer größer, Terrorismus breitet sich aus und vieles anderes mehr. Der Eindruck entsteht durchaus zurecht, wenn man sich von den Medien im Alltag leiten läßt.

Und da ist es dann natürlich naheliegend, dass man immer wieder die Aussage hört: "Früher war alles besser".

Doch gibt es da auch andere Argumente, die die gennante Aussage in einem anderen Licht erscheinen lassen: "Früher war alles schlechter" (was jedoch zu Ende dieses Textes noch relativiert werden soll).

Ein Problem der Berichterstattung, das hier massiv durchschlägt, ist die mangelnde Berücksichtigung der längerfristigen Dynamik (die im Potenzialfokus im Mittelpunkt steht). So liest man z.B. dass die Arbeitslosigkeit im letzten Monat gestiegen ist (was einer Punkt-Betrachtung gleichkommt), während im längerfristigen Trend die Zahl der Arbeitslosen sinkt.

Genau das ist bei vielen Dingen der Fall. Ein paar Beispiele gefällig?

  •  Die Armut ist weltweit gesunken, in den letzten 50 Jahren stärker als in den letzten 500 Jahren (etwa 100 Millionen Menschen entkamen im letzten Jahr der extremen Armut, das sind drei pro Sekunde)
  • Die gesundheitliche Situation verbessert sich kontinuierlich weltweit (z.B. sinkt die Müttersterblichkeit immer weiter, Ebola ist zurückgedrängt, die Kindersterblichkeit wird weniger...)
  • Die Zahl der Toten bei Terroranschlägen ist zurückgegangen
  • Der Wohlstand steigt weltweit (bis auf wenige Ausnahmen in manchen Regionen)
  • Auch wenn in Europa politische Desintegration in Form des Brexits im Mittelpunkt steht, ist anderorts wie in Afrika die Integration am fortschreiten (siehe Afrikanische Union)
  • Die Bildungssituation verbessert sich weltweit
  • Der Hunger verringert sich weltweit
  • Der Wald wächst
  • Es gibt immer weniger Opfer von Naturkatastrophen
  • Die Arbeitszeit reduziert sich
  • und, und, und...

Nachzulesen sind einige dieser Entwicklungen in einem neuen Buch des Spiegelautors Guido Mangels "Früher was alles schlechter".

Natürlich gibt es immer einen Ort oder eine kurze Zeitspanne auf der Welt, wo es schlechter ist (und darüber zu reden ist auch wichtig). Es gibt auch Probleme wie Klimawandel oder Nationalisierungstendenzen u.a. die erwähnt und einer Lösung zugeführt werden müssen.

Jedoch ist der Fokus entgleist und es sieht so aus, als hätte ein großer Teil der Menschen eine defizitorientiert Brille anstatt einer Potenzialfokussierte Brille auf dem Kopf.

Daher ist es aus meiner Sicht eines der wichtigsten Dinge, diese positiven Entwicklungen auch zu verbreiten. Und damit die realistische Botschaft zu verbreiten:

Früher war vieles anders! manches besser und vieles schlechter!

Und wenn wir diesen Trend extrapolieren, dann blicken wir rosigeren Zeit zu, als es in der veröffentlchten Meinung in den social media entspricht.

 

 

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